In der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince kam es gestern zu Ausschreitungen bei Protesten gegen die Regierung von Präsident Michel Martelly.
Insbesondere die hohen Lebenshaltungskosten haben die Haitianerinnen und Haitianer zum Protestzug, der von der Opposition organisiert wurde, bewegt.
Brennende Autoreifen und Müll-Barrikaden auf den Straßen wurden mit Tränengas von der Polizei beantwortet.
Inoffiziell hieß es, dass der Protest von Anhängern des ehemaligen Präsidenten Jean-Bertrand Aristide und der Oppositionsparteien angezettelt wurde.
Der Protestmarsch begann friedlich, als er sich jedoch dem Präsidentenpalast näherte, feuerte die Polizei Warnschüsse ab und setzte Tränengas gegen eine kleine Gruppe von Demonstranten ein, die Barrikaden aufbauten und Reifen anzündeten.
Mit Steinen sollen daraufhin die Polizisten beworfen worden sein.
Auch in der nördlichen Stadt Cap Haitien soll es zu ähnlichen Protesten gekommen sein.
Auch in der nördlichen Stadt Cap Haitien soll es zu ähnlichen Protesten gekommen sein.
Der Protest erinnerte auch an den Todestag von Jan-Jacques Dessalines. Der Aufständler gegen die französische Unterdrückung und selbst ernannte Kaiser von Haiti wurde am 17. Oktober 1806 ermordet. Die haitianische Nationalhymne erinnert an den ehemaligen Sklaven.

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