11 Februar 2013

Dominikanische Republik rüstet im Kampf gegen den Drogenhandel weiter auf

Santo Domingo.

Die Dominikanische Republik ist einer der wichtigsten Umschlagsplätze, wenn es um den Transport von Drogen aus Südamerika in die USA und nach Europa geht.


Nach der Anschaffung eines Flugüberwachungssystems und mehrerer Tucano Kampfjets konnte der Drogentransport auf dem Luftweg im letzten Jahr deutlich reduziert werden.
Die südamerikanischen Drogenkartelle nutzen nun, wie die US-Behörden bestätigten, verstärkt den Seeweg, um Drogen zu transportieren.

Der Leiter der Nationalen Drogenermittlungsbehörde der Dom. Rep. (DNCD) teilte mit, dass die dominikanische Regierung ihr technisches Equipment zur Drogenabwehr auf dem Seeweg nun auch aufstocken werde.
Generalmajor Rolando Rosado Mateo (Foto) kündigte an, dass mit Mitteln des Präsidialamtes und aus Verkäufen von beschlagnahmten Gütern ein beschlagnahmtes Flugzeug mit Seeüberwachungsradar ausgestattet würde und zusätzlich ein Twin-Turbinen Hubschrauber angeschafft würde.

Das Flugzeug des Typs Beechcraft 55 wurde 2010 auf dem International Airport Las Americas, bei Santo Domingo, beschlagnahmt, nachdem in dessen Rumpf große Mengen von Kokain gefunden wurden. Die Maschine hat lediglich 40 Flugstunden.
Nun soll es nach der Ausstattung mit dem Radarsystem seinen Dienst in der Drogenabwehr aufnehmen. Bisher hatten die US-Behörden in Puerto Rico die Radarüberwachung vollständig übernommen.
Die DNCD hat zwar einen kleinen Hubschrauber im Einsatz, jedoch sei dieser für diese Art der Einsätze bei der Verfolgung von Booten nicht wirklich der geeignete, so der Leiter der DNCD.
Mit der neuen Ausrüstung, für die 2,9 Millionen US-Dollar ausgegeben wurden, hoffe man, den internationalen Drogenhandel, der über die Dominikanische Republik laufe, noch effektiver bekämpfen zu können, unterstrich Rosado Mateo.

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