06 Februar 2014

50 Insassen aus der Haftanstalt in Higuey mit Choleraverdacht im Krankenhaus

Higuey.

Etwa 50 Insassen der Haftanstalt in der Stadt Higuey, Provinz La Altagracia, wurden mit Verdacht einer Cholerainfektion in ein Krankenhaus eingeliefert.


Unter den Gefangenen war eine Durchfallepidemie festgestellt worden, so dass die Erkrankten unmittelbar in ärztliche Behandlung gegeben werden mussten. 

Der stellvertretende Gesundheitsminister der Provinz, Virgilio Cedano, informierte darüber, dass der betroffene Gefängnistrakt sofort geschlossen wurde. 
Die Gefangenen, welche Anzeichen einer Cholerainfektion hatten, wurden umgehend in das Krankenhaus „Nuestra Señora de la Altagracia“ eingeliefert. 

Verwandte der Häftlinge sind besorgt über die Situation und forderten umfassende Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Inhaftierten. 

 Der Zustand in den meisten dominikanischen Haftanstalten ist katastrophal. Die Gefängnisse sind überfüllt, die Nahrung ist schlecht und die Hygiene ist mangelhaft. 
 Drogen, Gewalt und Kriminalität bestimmen den Alltag in den Gefängnissen. Zumeist sind die Zellen um das 5 bis 7-fache überbelegt. 
Zusammengefasst sind die Umstände in den meisten dominikanischen Haftanstalten menschenunwürdig.

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