Palmen und Mandelbäume sind die einzigen Zeugen des einstigen Tourismusprojektes „Ferienparadies Haina“ westlich von Santo Domingo.
Unter Präsident Joaquin Balaguer wurde das Projekt 1977 zur Entwicklung des Tourismus im Süden des Landes hoch gepriesen.
Doch die Pracht des Feriengebietes Haina dauerte nicht lange.
Nun, 35 Jahre nach der Eröffnung, sind kaum noch Spuren von dem „Musterprojekt“ zu sehen. Reste von den 159 Ferienhäusern und den Pools gibt es noch als Ruinen.
54 der Häuser werden von Familien illegal genutzt, da sie leer standen. Ein Teil der Häuser wurde abgerissen, um einen Parkplatz für die Dominikanische Erdölraffinerie (REFIDOMSA) zu bauen. Ein weiterer Teil der heruntergekommenen Häuser wird als Zwischenlager für illegale Flüchtlinge aus Haiti von der dominikanischen Einwanderungsbehörde genutzt.
Alle Ferienhäuser wurden schon vor Jahren geplündert und alle Einrichtungen gestohlen. Heute sind es nur noch Barracken, die mehr schlecht als recht zusammengeflickt wurden.
Hier leben die Ärmsten der Armen ohne sanitäre Anlagen und ohne Strom. Die Bewohner der Hütten bitten die dominikanische Regierung um Hilfe.
„Wir brauchen ihre helfende Hand, um aus dem Elend zu kommen“, sagte eine Bewohnerin zu einem Journalisten, der sich ein Bild vor Ort machte.
"Wir haben nur ein schlechtes Dach über dem Kopf, das ist alles außer Angst davor, dass man uns auch dies noch nimmt“, fügte sie an.
Hohe Arbeitslosigkeit und eine hohe Kriminalitätsrate bestimmen das Bild im einstigen „Hoffnungsprojekt“.
„Wir hoffen, dass Präsident Medina auch einmal überraschend zu uns kommt und auch uns hilft, wie er das bei andern tat, die in Not waren“, sagte ein Vater von 5 Kindern.
"Wir haben Angst, dass wir auch noch von hier vertrieben werden, wie es ein Unternehmer, der das Grundstück nutzen will, schon angedroht hat“, setzte der Mann fort.

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