07 Dezember 2013

Amerikanische Kommission für Menschenrechte verurteilt Diskriminierung in der Dom-Rep

Santo Domingo.

Die Amerikanische Kommission für Menschenrechte (CIDH) verurteilte die anhaltende Diskriminierung und den willkürlichen Entzug der Staatsangehörigkeit von Haitianern.


Die Delegation der CIDH hat über 4 Tage die Dominikanische Republik besucht, um die Menschenrechtslage in der Karibiknation vor Ort zu betrachten und mit den Menschen im Land zu sprechen. 

Das niederschmetternde zusammenfassende Urteil der Menschenrechtler hieß, dass seit dem ersten Besuch der Amerikanischen Kommission für Menschenrechte im Jahr 1997 keine Verbesserungen in Bezug auf die Diskriminierung von Haitianerinnen und Haitianer und deren Nachfahren in der Dominikanischen Republik erzielt worden seien.

Es hieß auch, dass das Urteil 168-13 des dominikanischen Verfassungsgerichtes eine zusätzlich diskriminierende Wirkung habe, weil es sich vor allem auf  Dominikaner haitianischer Abstammung auswirke, Menschen die rückwirkend zu Staatenlosen gemacht würden. 
Bemängelt wurde auch, dass Haitianer und Menschen haitianischer Abstammung in der Dom-Rep überproportional von Armut betroffen seien.

"Zutiefst besorgniserregend" sei auch der Druck, der auf Journalisten, Intellektuelle, Juristen, Politiker, Gesetzgeber, Menschenrechtsverteidiger und sogar Beamte in höchsten Ämtern, die das Urteil des Verfassungsgerichtes kritisiert hatten, ausgeübt werde. 
Kritiker wurden öffentlich als „Verräter“ beschimpft und bedroht, so die Menschenrechtskommission.

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